Marc Riboud – Welt. Politik. Leben

Marc Riboud – Welt. Politik. Leben

 

7. Oktober bis 17. Dezember 2016
Öffnungszeiten Mittwoch bis Samstag, 13 bis 19 Uhr

 

  Riboud Marc, Young girl holding a flower, demonstration against the war in Vietnam, 1967 © Marc Riboud

Riboud Marc, Young girl holding a flower, demonstration against the war in Vietnam,
1967 © Marc Riboud


Weltpolitik und Alltag, Aufmerksamkeit und Anonymität, Öffentlichkeit und Intimität – in den Bildern von Marc Riboud (*1923) steht der Mensch unabhängig seines sozialen Status oder seiner gesellschaftlichen Funktion im Mittelpunkt. Die Konfrontation der Portraits von Winston Churchill, Fidel Castro, Mao oder des Dalai Lama mit Fotografien von Personen und Situationen aus der Mitte der Gesellschaft zeigt, dass sich hinter jeder Inszenierung auch ein Mensch in all seiner Privatheit verbirgt. Marc Riboud wirft in diesem Zusammenhang die Frage auf, ob an Stelle eines Politikers nicht auch ein Unbekannter, der sich gegen das System wehrt, im kollektiven Gedächtnis bleiben könnte.

Marc Ribouds Bilder sind mit ihrer starken visuellen Sprache und ihren eindrücklichen Sujets Klassiker der Reportagefotografie. Seit über 60 Jahren hält er das Geschehen weltweit fest und prägt das mediale Bild historischer und politischer Ereignisse. 1953 tritt Marc Riboud auf Einladung von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa der neu gegründeten Fotoagentur MAGNUM Photos bei, deren Präsident er von 1975 bis 1976 ist. Ausgezeichnet und berühmt wird er für seine Bildreportagen und Reisefotografie aus zahlreichen Ländern – darunter Indien, China, Vietnam, Algerien und die ehemalige UDSSR. Sein „Painter of the Eiffel Tower“ und „Flower Girl in Washington“ sind zu Ikonen der Fotografie geworden.
Erstmals in Berlin zeigt die Galerie 36 in einer Einzelausstellung einen Auszug aus dem umfangreichen Lebenswerk von Marc Riboud. Die Ausstellung umfasst insgesamt 30 Exponate.

Julianne Sibiski